Schluss mit der Blackbox oder Das Ende des Email Anhangs.

Schluss mit der Blackbox oder Das Ende des Email Anhangs.
Kollaboration, also das zusammenarbeiten von 2 oder mehreren Musikern an einem Projekt ist alles andere als einfach. Ich rede hier von Offline Kollaboration. Sicherlich gibt es viele Wege einem anderen Musiker meine Audio Spur zukommen zu lassen. Die meisten senden eine email mit dem File als MP3 im Anhang. Ich will hier die Vorteile des Digital Musician Containers, des DMC erklären. Warum sollte man den DMC benutzen und nicht MP3 Files als Anhang per Mail schicken? Im DMC besitzt jedes Mitglied eines Projekts eine beliebige Anzahl an eigenen Spuren. Meist hat der Initiator eine oder mehrere Tracks vorgegeben an denen man das Tempo und die Struktur des Titels erkennt. Wenn ich das Projekt runterlade (Download) wird auf meiner Festplatte ein Ordner mit dem Projektnamen angelegt. In ihm sind alle Audiofiles als WAV File abgelegt. Ich nehme nun die Audiotracks des Initiators und schiebe sie per Drag and Drop in meine DAW, in diesem Fall Cubase. Nun fange ich an meine Spuren zu spielen, die Sounds auszusuchen und gegebenenfalls muss ich ein wenig üben und probieren. Wenn ich fertig bin, mache ich einen Mixdown meiner Spur oder Spuren und schiebe die Spur per Drag und Drop in den DMC. Ich kann auch im File Menu Import Audio File anwählen. Dies hat den Vorteil, dass ich die Position im Song angeben kann, an die mein File auf meiner Spur abgelegt werden soll. Falls ich nur ein Solo gespielt habe, gebe ich Takt 22 ein und schon erscheint das File auf meiner Spur bei Takt 22. Ich passe noch kurz mit dem Fader der Spur die Lautstärke an und fertig.
Nun klicke ich kurz auf den Sync button -- meine neue Spur wird konvertiert und auf den Server hochgeladen. Nun kann jedes Mitglied meine Spur, mein Solo ab Takt 22 hören, wenn es nach dem starten des DMS ebenfalls den Syn-button anklickt.
Was sind die Vorteile?
1. Wenn ich mein Solo als Anhang meiner Email an den Initiator schicke, ist sie weg. Ich weiß nicht was er damit macht, wo er das Solo einfügt, wann ich es je wieder im Kontext höre, etc.
2. Nehmen wir mal an, als nächstes spielt ein anderer Partner ein neues Keyboard ein. Davon werde ich inspiriert und spiele mein Solo einfach noch einmal neu und hänge es wieder an die gleiche Stelle.
3. Ich kann hören, was die anderen machen. Vielleicht habe ich eine gute Idee dazu oder mir fällt noch eine zweite gute Spur dafür ein. Vielleicht mache ich einen alternativen Mix.
4. Wenn der Initiator des Projektes einen Blog angelegt hat, findet eine rege Diskussion statt, also weniger Becken beim Schlagzeug, die Gitarre sollte einen anderen Sound haben, der Sänger ist nicht richtig im Timing und so weiter.
Dies sind wichtige Voraussetzungen für gemeinsames musizieren. Musikmachen ist immer auch Kommunikation! Also Schluss mit der Blackbox !
Schreibt mir eure Meinung hierzu!

Milos